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Fremdenfeindliche Hetze in Südafrika
Durban. In Südafrika ist es am Dienstag bei landesweiten Protesten gegen Einwanderer zu Ausschreitungen und Übergriffen gekommen. Hunderte Demonstranten zogen mit Nationalflaggen und Holzstöcken durch die Wirtschaftsmetropole Johannesburg und die Hafenstadt Durban. Viele Geschäfte blieben geschlossen, ausländische Arbeitskräfte suchten Schutz in ihren Unterkünften. Die Organisatoren der Kampagnengruppe »March and March« hatten Migranten ohne Aufenthaltsrecht eine Frist bis Dienstag gesetzt, das Land zu verlassen. Tausende Menschen aus anderen afrikanischen Staaten waren vor Ablauf dieser Frist geflohen. Im Johannesburger Vorort Thembisa bewarfen Randalierer Polizisten und mutmaßliche Migranten mit Steinen. Zudem waren Schüsse zu hören. Im Township Soweto wurden Hütten von Ausländern geplündert, wie der staatliche Sender SABC berichtete. Seit dem Beginn der fremdenfeindlichen Kampagne im April wurden mindestens fünf Menschen getötet. Tausende wurden vertrieben oder verloren ihr Hab und Gut. (Reuters/jW)
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