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Nachschlag: Abbitte, bitte

→ Interview. Do., 6.50 Uhr, DLF

Foto: Michael Probst/AP

Es waren doch nur zwei Stunden, sagt die Bahn. Am späten Dienstagabend kam es zu einem Ausfall des bahninternen Funksystems. Bundesweit standen alle Züge still. Beim »Tausch einer technischen Komponente« sei es zu einem Absturz des Systems gekommen, wobei bis dato unklar ist, ob der Fehler hard- oder softwareseitig zu verorten ist. Für Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands »Pro Bahn«, sind das keine überraschenden Nachrichten, basiert doch das digitale Funksystem GSM-R auf einem Mobilfunk-2G-Standard, ist also völlig veraltet. Verwundert zeigt er sich vor allem darüber, dass auch die Rückfallebene, also der Zugriff auf das öffentliche Mobilfunknetz, nicht funktioniert hat. Was Neuß fordert, ist nun vor allem eine Entschuldigung bei den Fahrgästen. Ansonsten klingt er bezüglich des »Schrotthaufens« Deutsche Bahn AG, die zu 100 Prozent dem Staat gehört, wenig hoffnungsvoll. Fazit: »Mit diesem System geht es nicht mehr.« Das Schlimme: Sollten in Zukunft die Privaten übernehmen, dürfte es noch schlimmer kommen. (row)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.06.2026, Seite 14, Feuilleton

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