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Nachschlag: Profis

→ Hercules. Fr., 16.45 Uhr, Sky Cinema Highlights

Foto: IMAGO/ZUMA Press
Die Geschichte besteht aus einer Abstufung von Ereignissen, die sich vom Vorhersehbarsten und Regelmäßigsten bis zum Unvorhersehbarsten erstreckt

Dwayne Johnsons Herkules ist der abgekämpfte Chef einer Söldnertruppe aus eindrucksvollen Freaks (Superprofis, Superhelden, Superskeptiker). Man wartet auf den nächstbesten Auftraggeber. Ein lokaler Tyrann mit Expansionsplänen bietet sich an, im Hintergrund zieht ein altbekannter Tyrann – Eurystheus – die Fäden. Die Vertragsverhandlungen für die kommende Kriegssaison werden davon begünstigt, dass Herkules bereits von seinem Mythos begleitet wird, obgleich man diesen bekrittelt: Hat er wirklich die ganze Kuhscheiße allein geschippt und im Suff die eigene Familie gemeuchelt? Ja, glauben die Griechen an ihre Mythen? »Das Wesen eines Mythos besteht nicht darin, dass alle ihn kennen, sondern dass man glaubt, er sei allen bekannt, und er sei würdig, es zu sein, deshalb kannte man ihn im allgemeinen auch nicht« (Paul Veyne). So geht es weniger um den Bekanntheitsgrad der Mythen, sondern darum, für welche Werbekampagne des Weltgeistes sie im jeweiligen Augenblick eingewechselt werden (sonst fielen ja auch die vielen Sportübertragungen im TV ziemlich uninteressant aus). (aha)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.06.2026, Seite 14, Feuilleton

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