Nachschlag: Viel von seinem Schmerz
→ David Hockney, der Maler des Pop. Arte-Mediathek
Ein Artikel in der Wochenzeitung Der Freitag klärt aktuell darüber auf, dass der verstorbene britische Maler David Hockney ein passionierter Raucher war (»David Hockney hortete 2.000 Zigaretten ›für Notfälle‹. Er überlebte vier seiner Ärzte«). Das klingt nach Boulevard, drin steht aber auch, dass Hockney über seine Leidenschaft zum Aktivisten gegen Rauchverbote wurde. Nichts davon in der Doku aus der Arte-Mediathek von 2019. Statt dessen Talking-Heads und viel Redundanz. Und doch bleiben Fragen: War es die Bekanntschaft mit Kurator Henry Geldzahler, die Hockney zu soviel Wohlstand verhalf, dass er sich zwei Häuser in L. A. kaufen konnte? Ein recht öder Film also, wäre da nicht die Passage, in der Didier Ottinger, stellvertretender Direktor des Pariser Centre Pompidou, die Hintergründe zu Hockneys Bild »Portrait of an Artist (Pool with Two Figures)« von 1972 erläutert. Der Maler verbarg viel von sich in seinen Gemälden – auch viel von seinem Schmerz. (mis)
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