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Projekt für Hitzeschutz wohnungsloser Frauen

Bremen. Der gemeinnützige Verein Liela e. V. hat gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS im Juni das Projekt »Hiwo – Gendersensibler Hitzeschutz für wohnungslose Frauen« gestartet. Damit würden erstmals die spezifischen Bedarfe wohnungsloser Frauen im Kontext der Klimakrise systematisch erfasst, teilte der Verein aus Bremen in einer Pressemitteilung vom Donnerstag mit. Das Ziel sei, daraus wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen abzuleiten. »Gesundheitliche Chancengerechtigkeit im urbanen Raum muss gerade dort greifen, wo es keine schützende Haustür gibt«, erklärte Charlotte Schmitz, erste Vorsitzende des Liela e. V. »Besonders Frauen auf der Straße sind von Hitze sowie fehlendem Zugang zu Wasser und Schutzräumen betroffen. In bisherigen Hitzeschutzkonzepten sind sie jedoch schlicht unsichtbar.« Deshalb setzt das Projekt auf leitfadengestützte Interviews, mit denen die konkreten Bedarfe und Versorgungslücken der Frauen ermittelt werden sollen. Die Ergebnisse sollen dann in einem gendersensiblen Interventions- und Versorgungsplan münden.

Laut Untersuchungen etwa der Krankenkasse Barmer sind Frauen ohnehin allgemein stärker von Hitze betroffen. So sterben bei Hitzewellen mehr Frauen als Männer, da sie aufgrund biologischer Unterschiede weniger schwitzen und sich schwerer an die extremen Temperaturen anpassen können. Die geringere Fähigkeit zur Akklimatisierung wird zudem durch niedrigeren Blutdruck, kleinere Körpergröße und einen höheren Körperfettanteil begünstigt. In Zahlen sind Frauen mit 37 Prozent laut einem im vergangenen Jahr von der DAK veröffentlichten Bericht mehr als doppelt so häufig von Gesundheitsproblemen durch sommerliche Hitzewellen betroffen wie Männer mit einem Anteil von 15 Prozent. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.06.2026, Seite 15, Feminismus

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