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Nachschlag: Meuterei auf der Caine

→Die Caine war ihr Schicksal | Fr., 22.12 Uhr, 3sat

Foto: United Archives/IMAGO
Humphrey Bogart (r.) in »Die Caine war ihr Schicksal« (Edward Dmytryk, 1954)

Es tobt Krieg. Welcher, ist eigentlich wurscht, vor liegt nämlich eher eine gruppenpsychologische Studie, die die Frage verhandelt, ob es legal sei, einen illegal handelnden Vorgesetzten illegal an der Ausübung seiner Tätigkeit zu hindern. Eine Meuterei also und die anschließende Verhandlung vorm Kriegsgericht erzählt dieser Film. Captain Philip Francis Queeg, porträtiert vom diesmal gar nicht so stoischen Humphrey Bogart, übernimmt das Kommando auf dem Minensucher »Caine«. Sehr bald zeigt sich die Mannschaft irritiert von seinen irrationalen bis gefährlichen Entscheidungen, seiner neurotischen Art und seinen Unsicherheit, Überforderung und Impulsivität kaschierenden, demonstrativen Autoritätsgesten. Fehler macht er natürlich nie, und wenn, dann hat einer Schuld, der unter ihm steht. Offensichtliches wird via Amtskraft geleugnet. Die Mannschaft muss meutern, will sie nicht draufgehen. Nie wurde das Peter-Prinzip anschaulicher gestaltet: Wer den Hut aufhat, ist nicht automatisch der Klügste im Raum. (fb)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.06.2026, Seite 14, Feuilleton

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