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08.06.2026
- → Feuilleton
Nachschlag: Meuterei auf der Caine
→Die Caine war ihr Schicksal | Fr., 22.12 Uhr, 3sat
Es tobt Krieg. Welcher, ist eigentlich wurscht, vor liegt nämlich eher eine gruppenpsychologische Studie, die die Frage verhandelt, ob es legal sei, einen illegal handelnden Vorgesetzten illegal an der Ausübung seiner Tätigkeit zu hindern. Eine Meuterei also und die anschließende Verhandlung vorm Kriegsgericht erzählt dieser Film. Captain Philip Francis Queeg, porträtiert vom diesmal gar nicht so stoischen Humphrey Bogart, übernimmt das Kommando auf dem Minensucher »Caine«. Sehr bald zeigt sich die Mannschaft irritiert von seinen irrationalen bis gefährlichen Entscheidungen, seiner neurotischen Art und seinen Unsicherheit, Überforderung und Impulsivität kaschierenden, demonstrativen Autoritätsgesten. Fehler macht er natürlich nie, und wenn, dann hat einer Schuld, der unter ihm steht. Offensichtliches wird via Amtskraft geleugnet. Die Mannschaft muss meutern, will sie nicht draufgehen. Nie wurde das Peter-Prinzip anschaulicher gestaltet: Wer den Hut aufhat, ist nicht automatisch der Klügste im Raum. (fb)
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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