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02.06.2026
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Wenders’ Sorgen
Wim Wenders bewegt wieder mal die Feuilletons: Schauspielerin Nastassja Kinski hatte in der SZ Vorwürfe gegen den 80jährigen Regisseur erhoben. Nun ergriff er auf großer Bühne das Wort. Bei der Verleihung der Deutschen Filmpreise bekam er eine Ehren-»Lola« fürs Lebenswerk und räsonierte in seiner Dankesrede über den Umgang mit seinem Film »Falsche Bewegung« (1975). In ihm ist die damals 13jährige Kinski mit nacktem Oberkörper zu sehen, verführt in der Szene die Hauptfigur und wird von dieser nach dem Sex geschlagen. Die Schauspielerin bittet Wenders schon lange, die Passage herauszuschneiden, sie habe sich damals sehr unwohl und überfordert gefühlt. Wenders sagte: »Das würde ich heute nicht mehr so machen.« Doch könne er dem 29jährigen Wenders nichts vorwerfen, so sei der Zeitgeist gewesen. Hier sei Grundsätzliches berührt: »Wie geht man mit Filmerbe um?« und: »Darf man das? Kann man einen Film im nachhinein kürzen?« Er sei ratlos. (jW)
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