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Auktion

Rex unterm Hammer

Liebe gutsituierte jW-Leser, die Sie fast alles haben: Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem echten Dino bzw. dem, was von ihm übrig ist, im hinteren Flügel Ihres Anwesens? Ein rund 67 Millionen Jahre altes Skelett eines Tyrannosaurus Rex könnte bei einer Auktion in New York für bis zu 30 Millionen US-Dollar (26 Millionen Euro) versteigert werden. Könnte. Könnte auch ’ne Ecke billiger werden. Oder teurer? Bei dem im US-Bundesstaat South Dakota ausgegrabenen Exjäger mit dem gesegneten Appetit handele es sich um eines der größten, komplettesten Skelette dieser Art, die je gefunden wurden, teilte das Auktionshaus Sotheby’s mit. Aufgepasst: Die Versteigerung ist bereits am 14. Juli, für ernste Gespräche mit der Bank bleibt nicht allzuviel Zeit. Der Handel mit den toten Riesen brummt ja auch schon ein bisschen länger. In den vergangenen Jahren waren immer wieder Dinosaurierskelette oder Teile davon für Millionensummen versteigert worden. 2024 ging das Skelett eines Stegosaurus in New York für fast 45 Millionen US-Dollar über den Tisch. Laut Sotheby’s handelte es sich um das teuerste je bei einer Auktion versteigerte Fossil. Toll. Viele Experten sehen die Versteigerung von wissenschaftlich wertvollen Skeletten kritisch. Dino privat verkauft, Dino weg. Aber Schnickschnack. Oder haben Sie jetzt ein schlechtes Gewissen? Hätten russische Oligarchen auch nicht. (msa)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.05.2026, Seite 10, Feuilleton

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