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Musée d’Orsay eröffnet Saal für geraubte Kunst

Paris. Das Pariser Musée d’Orsay hat am Montag einen neuen Ausstellungssaal für von den Nazis geraubte Kunstwerke eröffnet. Der Saal trägt den Titel »Wem gehören diese Werke?« Die neue Galerie zeigt Gemälde von Auguste Renoir und Edgar Degas, aber auch von weniger bekannten Malern. Insgesamt waren während der deutschen Besatzungszeit in Frankreich etwa 100.000 Kulturgüter aus jüdischem Besitz gestohlen oder zu erpresserisch niedrigen Preisen aufgekauft worden. Rund 60.000 wurden nach Kriegsende gefunden und zurückgegeben. Einen Teil verkaufte der französische Staat in den 50er Jahren. Etwa 2.200 Werke wurden französischen Museen anvertraut, das Musée d’Orsay verwahrt davon 225. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.05.2026, Seite 15, Antifaschismus

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