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05.08.2026
Genozid-Gedenktag

Verdrängte Kontinuität

Der Genozid an Sinti und Roma wurde jahrzehntelang ausgeblendet. Auch heute zeigt die Gedenkkultur eine politisch aufschlussreiche Hierarchie

Von Matthias Rude
In der Nacht zum 3. August 1944 hatte die SS rund 4.300 Sinti und Roma in die Gaskammern des KZ Auschwitz getrieben – vor allem Frauen, Kinder, Alte und Kranke. Insgesamt fielen dem Genozid an den europäischen Sinti und Roma eine halbe Million Menschen zum Opfer. Zum Wochenbeginn jährte sich die sogenannte Liquidation des »Zigeunerfamilienlagers« in Auschwitz-Birkenau zum 82. Mal. Anlässlich dieses Jahrestages luden der Zentralrat sowie das Dokumentations- und Kultu...

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