Nachschlag: Kann auch weg
→ Bohemian Rhapsody | Fr., 20.15 Uhr, Pro sieben
Ein Film, dem man die Produktionsgeschichte anmerkt. Bryan Singer hatte vorgezogen, nur hin und wieder am Set zu erscheinen, und wenn, dann, um sich mit dem Hauptdarsteller zu zoffen. Inmitten der Arbeit wurde er entlassen, der Rest ist Hybrid. Wenn die Welt von irgend was nicht noch mehr braucht, dann Biopics über Musiker. Wir haben alles gesehen. Einen Elvis mit Daddy-Issue, einen Michael, der keine Kinder anfasst, einen Robbie, von einem Affen dargestellt. »Bohemian Rhapsody« erzählt die Geschichte von Queen nicht richtig, weil es die Geschichte von Freddie nicht richtig erzählt. Die Bandreste waren an der Produktion beteiligt, so blieb etwa die wichtige Münchener Phase mit Mercurys Gefährtin Barbara Valentin ausgespart, der die Bandmitglieder seinerzeit schon untersagt hatten, an der Beerdigung teilzunehmen. Das Ende des Films ist blanke Abwesenheit von Inspiration. Einfach 20 Minuten lang das Live-Aid-Konzert darstellen mit einem Rami Malek, der Schauspiel mit Imitation verwechselt. (fb)
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