Zum Inhalt der Seite

Nachschlag: Kann auch weg

→ Bohemian Rhapsody | Fr., 20.15 Uhr, Pro sieben

Foto: Capital Pictures/IMAGO
Gut erkennbar: Das CGI-generierte Publikum

Ein Film, dem man die Produktionsgeschichte anmerkt. Bryan Singer hatte vorgezogen, nur hin und wieder am Set zu erscheinen, und wenn, dann, um sich mit dem Hauptdarsteller zu zoffen. Inmitten der Arbeit wurde er entlassen, der Rest ist Hybrid. Wenn die Welt von irgend was nicht noch mehr braucht, dann Biopics über Musiker. Wir haben alles gesehen. Einen Elvis mit Daddy-Issue, einen Michael, der keine Kinder anfasst, einen Robbie, von einem Affen dargestellt. »Bohemian Rhapsody« erzählt die Geschichte von Queen nicht richtig, weil es die Geschichte von Freddie nicht richtig erzählt. Die Bandreste waren an der Produktion beteiligt, so blieb etwa die wichtige Münchener Phase mit Mercurys Gefährtin Barbara Valentin ausgespart, der die Bandmitglieder seinerzeit schon untersagt hatten, an der Beerdigung teilzunehmen. Das Ende des Films ist blanke Abwesenheit von Inspiration. Einfach 20 Minuten lang das Live-Aid-Konzert darstellen mit einem Rami Malek, der Schauspiel mit Imitation verwechselt. (fb)

junge Welt

Du findest junge Welt Journalismus wichtig – aber ein Abo ist (noch) nichts für dich?

Dann unterstütze uns jetzt mit einer monatlichen oder einmaligen Spende – ganz unkompliziert, ohne Verpflichtung, aber mit großer Wirkung.

Werde Teil einer engagierten Community, die die Weltsicht der Herrschenden nicht übernimmt, sondern kritisch hinterfragt. Dein Beitrag hilft uns dabei.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Danke für Deine Spende.
Sie macht junge Welt Journalismus erst möglich.
Erschienen in der Ausgabe vom 27.04.2026, Seite 14, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!