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Nachschlag: Vorwärts ins Verderben

Markus Lanz | Di., 24.3., 22.45 Uhr

Foto: Dado Ruvic/Illustration/Reuters
Dank US-Präsident Trump begreift man endlich auch die Metapher vom Krieg als dem Werk böser Kinder (Symbolbild)

Die Ratlosigkeit angesichts des bereits angerichteten Schadens im Nahen Osten ist unübersehbar. So war es auch am Dienstag abend in der Talkrunde bei Markus Lanz. Glaubt man dem per Video zugeschalteten ZDF-Korrespondenten Elmar Theveßen, könnte es allerdings noch weit schlimmer kommen. Zwar habe es nämlich den Anschein, als ob US-Präsident Donald Trump »dringend eine Ausfahrt« aus dem Konflikt suche. Nicht zuletzt sei es eines seiner zentralen Wahlversprechen gewesen, »diesen Krieg nicht zu führen«. Doch die jüngst von Trump gestreuten Gerüchte über Verhandlungen und der Aufschub seines Ultimatums an Teheran könnten auch als Rechtfertigung für eine weitere Eskalation etwa mit einer Bodenoffensive dienen. Nach dem Motto: »Wir haben alles versucht, es lag an den anderen.« Iran hat den Krieg allerdings nicht begonnen. Der war seit langem der Herzenswunsch diverser israelischer Regierungen. Wenn man nicht mehr zurück kann, führt der Weg eben noch schneller voran ins Verderben. (jt)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.03.2026, Seite 14, Feuilleton

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