Nachschlag: Vorwärts ins Verderben
Die Ratlosigkeit angesichts des bereits angerichteten Schadens im Nahen Osten ist unübersehbar. So war es auch am Dienstag abend in der Talkrunde bei Markus Lanz. Glaubt man dem per Video zugeschalteten ZDF-Korrespondenten Elmar Theveßen, könnte es allerdings noch weit schlimmer kommen. Zwar habe es nämlich den Anschein, als ob US-Präsident Donald Trump »dringend eine Ausfahrt« aus dem Konflikt suche. Nicht zuletzt sei es eines seiner zentralen Wahlversprechen gewesen, »diesen Krieg nicht zu führen«. Doch die jüngst von Trump gestreuten Gerüchte über Verhandlungen und der Aufschub seines Ultimatums an Teheran könnten auch als Rechtfertigung für eine weitere Eskalation etwa mit einer Bodenoffensive dienen. Nach dem Motto: »Wir haben alles versucht, es lag an den anderen.« Iran hat den Krieg allerdings nicht begonnen. Der war seit langem der Herzenswunsch diverser israelischer Regierungen. Wenn man nicht mehr zurück kann, führt der Weg eben noch schneller voran ins Verderben. (jt)
Probeabo
Sie lügen wie gedruckt. wir drucken, wie Sie lügen.
Jetzt 2 Wochen gratis lesen – das Probeabo endet automatisch!
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Feuilleton
-
Vorschlag
vom 26.03.2026 -
Sauhaxlsuppe und Gedächtnis
vom 26.03.2026 -
Müllaufsammeln
vom 26.03.2026 -
Wortgefechte
vom 26.03.2026 -
Sternenfutter
vom 26.03.2026
