Nachschlag: Dumm gelaufen
Der Groteske dritter Teil: Eine Kröte macht die Enterprise kaputt, kidnappt Uhura und kriegt von Kirk auf die Mütze. Star Trek war nie gut bei Filmen. J. J. Abrams’ Versuch allerdings, ab 2009 eine Reboot-Reihe mit alternativer Zeitlinie zu machen, ließ die früheren Filme retrospektiv schöner scheinen. Die Kelvin-Zeitlinie markiert die Amerikanisierung des einst auf Universalität ausgerichteten Franchise; Ballern statt Verständigung, Philobatismus statt Intellektualität, Narzissmus statt Sozialität. Zugleich waren die Filme Türöffner für das kommende Kurtzman-Trek, das die Abramsche Leere, auch wenn das nicht logisch klingt, mit noch mehr Leere vollstopfte. Charaktere mit Eigenschaften, von denen man immer nur hört, sie aber nie an ihnen sieht, handeln und reden disparat, in einem Slang zudem, den junge Menschen von heute nach Meinung alter Menschen von heute so reden, und eins wissen diese Figuren stets ganz genau: Egal, wieviel Mist ich baue, schuld sind immer die anderen. Can you feel the void? (fb)
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