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Klimawandel

Folgen von Arktisbränden unterschätzt

Lund. Einer schwedischen Studie zufolge wurden Auswirkungen von Bränden in arktischen Regionen auf das Weltklima bislang unterschätzt. Nach Auffassung der Forschungsgruppe um Johan Eckdahl von der schwedischen Universität Lund, die ihre Erkenntnisse im naturwissenschaftlichen Fachjournal Science Advances veröffentlichte, richten Torffeuer und »Zombiebrände« der arktischen Tundra und Taiga enormen Schaden an. Demnach fressen diese Feuer sich tief in den Permafrostboden hinein und setzen dabei jahrtausendealten Kohlenstoff als CO2 frei. Da die Brände oft unter der Oberfläche schwelen, sind sie aus dem Orbit schwer sichtbar, was die auf Satellitendaten beruhenden Schätzungen verfälsche. Als Permafrostböden bezeichnet man Böden in Gebieten, die eine so kalte Durchschnittstemperatur haben, dass sie stets gefroren bleiben. Diese Böden sind gigantische Speicher organischen Materials, das aufgrund der Frostbedingungen gespeichert bleibt. Steigt die Temperatur und der Boden beginnt zu tauen, werden große Mengen jahrtausendealter Pflanzenreste freigesetzt, die wegen der vorherrschenden Kälte von Bakterien nicht abgebaut werden konnten und deren Freisetzung sich auf den CO2-Haushalt der Atmosphäre auswirkt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.03.2026, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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