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15.07.2025
- → Natur & Wissenschaft
Dürre lässt Boden Südafrikas anheben
Bonn. Einige auffällige Bewegungen der Erdkruste haben ihre Ursache wahrscheinlich nicht im Erdinneren, sie scheinen vielmehr durch Prozesse oberhalb des Erdbodens bedingt. Zu diesem Ergebnis kam eine Gruppe von Forschern an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Das Team nutzte Daten zu Niederschlägen in Südafrika. Die Niederschläge könnten demnach eine länger diskutierte Beobachtung erklären: Zwischen 2012 und 2020 hatte sich die Landfläche in Südafrika im Durchschnitt um sechs Millimeter gehoben. Die Entwicklung konnte mittels Satellitendaten registriert werden, die das Phänomen vermittels eines stationären Netzes von GPS-Empfängern millimetergenau erfassten. Als Ursache wurden weithin Vorgänge im Erdmantel vermutet: Eine schlauchartige Struktur soll heiße Massen aus der Tiefe zur Erdoberfläche befördert haben. Die Bonner Forschungsgruppe hat dagegen eine Kongruenz mit dem Auftreten von Dürreperioden beobachtet. Nach längeren Dürren hob sich der Boden besonders stark. Als Erklärung der Kongruenz zog man den Umstand heran, dass die Masse von Grund- und Oberflächenwasser mit ihrem Gewicht die Erdkruste eindrückt. Trocknen größere Mengen Wassers aus, sinkt der Druck auf die Erdkruste, die sich dann nach oben hin, zur Luftseite also, ausbeult. (jW)
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