-
03.07.2025
- → Inland
Regierung: Vorwürfe gegen Red »erwiesen«
Berlin. Die Bundesregierung hält es für erwiesen, dass das linke Medienprojekt Red Media gezielt sogenannte Desinformation verbreite, um den »gesellschaftlichen Zusammenhalt in der BRD« zu schwächen. Das sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch in Berlin in der Bundespressekonferenz. Es sei ebenso erwiesen, dass es enge Verflechtungen zum in der BRD faktisch verbotenen russischen Staatsmedium RT habe. Die Betreiberfirma in der Türkei und der verantwortliche Journalist Hüseyin Doğru stehen seit dem 20. Mai auf der Liste der EU zum 17. Sanktionspaket gegen Russland. Doğru wird ohne rechtsstaatliches Verfahren mit Reiseeinschränkungen belegt und seine Konten wurden eingefroren. Doğru bestreitet die Vorwürfe. (Reuters/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!