Kunst und Kodex
Die Weltkunstschau Documenta in Kassel hat Anfang der Woche ihren angekündigten Verhaltenskodex veröffentlicht. »Sie tritt jeder Form von Antisemitismus, Rassismus und jedweder anderen Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit aktiv entgegen«, heißt es unter anderem in dem »Code of Conduct«. Dieser Kodex gilt für die Mitarbeiter der Documenta-Gesellschaft, also unter anderem für die Geschäftsführung. Anders als von einer Managementberatung empfohlen, wird sich die künstlerische Leitung der Documenta 16 nicht zu einem Verhaltenskodex verpflichten müssen. Sie soll hingegen frühzeitig in einer öffentlichen Veranstaltung ihr künstlerisches Konzept vorstellen und dabei auch darlegen, »wie sie die Achtung der Menschenwürde unter Wahrung der grundgesetzlich geschützten Kunstfreiheit auf der von ihr kuratierten Ausstellung gewährleisten will«, wie es in dem nun veröffentlichten Papier steht. (dpa/jW)
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