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Paläontologie

Lucy in Prag

Mehr als 50 Jahre nach seiner Entdeckung wird das berühmte Skelett von Lucy erstmals in Europa zu sehen sein. Die versteinerten Knochen der Frühmenschenfrau sollen ab dem 25. August im Nationalmuseum in Prag gezeigt werden. Lucy war Ende 1974 im ostafrikanischen Afar-Dreieck gefunden worden, als das bis dahin vollständigste entdeckte Skelett eines frühen Homininen. Die Fossilien sind rund 3,2 Millionen Jahre alt. Zum Vergleich: Der Homo sapiens ist etwa 300.000 Jahre alt. Nach der Entdeckung waren die Knochen jahrelang in den USA aufbewahrt worden, erst 2013 kehrten sie endgültig zurück nach Äthiopien, wo sie in der Hauptstadt Addis Abeba im Nationalmuseum in einem Safe verwahrt liegen. Einen detailgetreuen Abguss zeigt das Frankfurter Senckenberg-Museum. Der geplanten Ausstellung in Prag waren lange Verhandlungen mit der Regierung in Addis Abeba vorangegangen. Das Skelett wird für 60 Tage ausgeliehen. Lucy gehört zur Art Australopithecus afarensis. Sie war vermutlich eine junge erwachsene Frau, etwa 1,10 Meter groß und etwa 30 Kilogramm schwer. Mit einem Volumen von 388 Kubikzentimetern hatte ihr Gehirn nur grob ein Drittel der Größe des heutigen Gehirns moderner Menschen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.02.2025, Seite 10, Feuilleton

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