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Fernsehen

Es wird schlimm

Die BRD Ende der 80er Jahre: Ein Politthriller mit Geheimdiensten, globalen Verstrickungen und einem riesigen Bankkonzern. Mit Stadtguerilla, Telefonzellen und D-Mark. Eine super Mischung, dachte sich wer bei der ARD und gab die Serie »Herrhausen – Der Herr des Geldes« in Auftrag. Alfred Herrhausen wurde bei einem Bombenanschlag auf seinen Dienstwagen am 30. November 1989 im hessischen Bad Homburg getötet. Natürlich wird der Vorstandssprecher der Deutschen Bank in der Serie als Sympathieträger gezeichnet, der armen Ländern die Schulden streichen will. Sein Darsteller Oliver Masucci sagt: »Menschen wie Herrhausen fehlen massiv in der Bundesrepublik«, denn: »Er war ein Kapitalist, aber kein Turbokapitalist.« Und wo sehen wir faktenfernes Histotainment? Im Ersten natürlich, am 1. Oktober (ab 20.15 Uhr) und am 3. Oktober (ab 21.45 Uhr). Ab Montag (30. September) sind die vier Folgen auch in der ARD-Mediathek zu sehen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.10.2024, Seite 11, Feuilleton

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