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Islamisches Zentrum klagt gegen Schließung

Frankfurt. Nach dem Verbot eines bundesweit aktiven islamistischen Vereins hat das Zentrum der Islamischen Kultur Frankfurt Klage und Eilantrag gegen das Verbot eingelegt. Am Mittwoch gingen die Klage und der Eilantrag gegen das Bundesinnenministerium beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein, teilte eine Sprecherin mit. Das Gericht sei nun damit befasst. Der Frankfurter Verein ist eine von fünf Teilorganisationen des verbotenen Islamischen Zentrums Hamburg (IZH). Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte das IZH Ende Juli verboten. »Wir bleiben entschlossen, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, um für die Wiedereröffnung unserer Moschee zu kämpfen«, teilte der Frankfurter Verein kürzlich mit. Die Imam-Ali-Moschee sei stets ein Ort des friedlichen Gebets und des interreligiösen Dialogs gewesen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.08.2024, Seite 4, Inland

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