-
08.06.2024
- → Feuilleton
Adorno-Preis für Benhabib
Die 73jährige US-amerikanische Philosophin Seyla Benhabib erhält den Theodor-W.-Adorno-Preis 2024. Die Politikwissenschaftlerin sei eine der international bedeutendsten Denkerinnen in der Tradition der Kritischen Theorie, teilte das Kuratorium am Donnerstag zur Begründung mit. Das von ihr entwickelte diskursethische Instrumentarium diene dazu, Gegensätze zu überwinden.
Benhabib wurde 1950 in Istanbul geboren und studierte ebenda sowie in Waltham und Yale. Bis zu ihrer Emeritierung lehrte sie Politische Theorie und Politische Philosophie an der Yale University. Nach einer Promotion über Hegels Rechtsphilosophie publizierte sie u. a. zu Hannah Arendt, Kosmopolitismus und Migration. Zu ihren wichtigsten Werken zählen »Critique, Norm, and Utopia. A Study of the Foundations of Critical Theory« (1986) und »The Rights of Others. Aliens, Residents, and Citizens« (2004).
Der mit 50.000 Euro dotierte Theodor-W.-Adorno-Preis wird alle drei Jahre von der Stadt Frankfurt am Main vergeben und dient der »Anerkennung und Förderung hervorragender Leistungen« in den Bereichen Philosophie, Musik, Theater und Film. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!