Zum Inhalt der Seite

Lufthansa: Streikbilanz und ITA-Übernahme

Frankfurt am Main. Bei der Hauptversammlung der Lufthansa klagte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley am Dienstag, bei den Arbeitskämpfen seien Anfang des Jahres »Maß und Mitte verlorengegangen«. Die Verluste durch Streiks von Boden-, Kabinen- und Sicherheitspersonal bezifferte er auf 450 Millionen Euro. Die Sozialpartnerschaft sei in Gefahr. Unsicher scheint auch die Übernahme der italienischen Fluggesellschaft ITA (früher Air Italia). Wie die Zeitung La Repubblica am Dienstag berichtete, hat die Lufthansa Zugeständnisse gegenüber EU-Wettbewerbshütern gemacht. Langstreckenflüge der ITA sollen später integriert, Kurzstrecken eine Zeitlang dem Konkurrenten Easyjet überlassen werden. Es blieb unklar, ob das genug ist. Lufthansa-CEO Carsten Spohr rechnete bei der Hauptversammlung bis zum Sommer mit grünem Licht aus Brüssel. (dpa/AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 08.05.2024, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!