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Medien

Stark gefährdet

Beim finanziell angeschlagenen Grimme-Institut zieht sich die Suche nach einer neuen Geschäftsführung hin. Geplant sei jetzt eine Interimslösung nach dem Ausscheiden der bisherigen Geschäftsführerin Frauke Gerlach Ende April, teilten die Gesellschafter auf Anfrage mit. »Es wird damit gerechnet, dass spätestens im vierten Quartal 2024 eine Neubesetzung erfolgt«, erklärte ein Sprecher des NRW-Medienministeriums.

Auffällig ist die Stellenausschreibung für den neuen Grimme-Chef, in der wirtschaftliche Kompetenz betont wird. Die Gesellschafter suchen nach der Juristin Gerlach eine Person mit betriebswirtschaftlichem oder gleichwertigem Hochschulabschluss. Erfahrungen unter anderem im Marketing und Budgetmanagement sollten dem Institut »Stabilität« verschaffen und es für Kooperationspartner zunehmend attraktiv machen, heißt es in der Ausschreibung.

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Das Institut steht hinter dem begehrten Grimme-Preis für herausragende Fernsehproduktionen. Eine zweite vom Institut vergebene Auszeichnung – der Grimme Online Award für Qualitätsproduktionen im Internet – ist stark gefährdet. »Derzeit gibt es keine konkreten Planungen für den Grimme Online Award 2024«, sagte der Ministeriumssprecher. An diesem Freitag werden in Marl die Grimme-Preise fürs Fern­sehen vergeben. Insgesamt werden 17 Produktionen und Leistungen ausgezeichnet, 64 waren nominiert worden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.04.2024, Seite 11, Feuilleton

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