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Nachschlag: Scheiterndes Scheitern

Frühling für Hitler. Fr., 23.55 Uhr, SRF 1

Foto: IMAGO/Mary Evans
Ein Welterfolg

Sein erster Film blieb nicht sein schlechtester. »The Producers« (in Deutschland »Frühling für Hitler«) kam 1968 in die Kinos und machte umgehend klar, dass hier ein Genie seine Streiche spielt. Mel Brooks erzählt die Geschichte des Broadwayproduzenten Max Bialystock (Zero Mostel), der gemeinsam mit dem Buchprüfer (Gene Wilder) einen Coup plant, der seine Geldsorgen erledigen soll. Für ein so billig wie irgend möglich produziertes Stück sammelt er Geld bei Investoren, alten Damen hauptsächlich. Nach dem kalkulierten Flop will er sich mit dem eingesparten Differenzbetrag gen Brasilien absetzen. Man findet einen Nazi, der ein Musical geschrieben hat, »Springtime for Hitler«, das muss klappen. Leider misslingt die Show dann zum gigantischen Erfolg. Trotz einiger Erfahrung im Kulturbetrieb hatten die Producer nicht damit gerechnet, dass das Publikum noch den schlechtestgemachten Unsinn als avantgardistisches Meisterwerk zu nehmen bereit ist. Dabei kannte Mel Brooks Terrence Malick damals noch gar nicht. (fb)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.06.2026, Seite 14, Feuilleton

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