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Widerstandskämpferin Käthe Sasso gestorben

Wien. Mit Käthe Sasso ist eine der letzten Überlebenden aus der Zeit des österreichischen Widerstands gegen die Nazis in der Nacht zum Montag gestorben. Dies teilte die Zweite Nationalratspräsidentin, Doris Bures, in Wien mit. Sasso wurde 98 Jahre alt. Österreich habe eine »Freiheitskämpferin und Patriotin« verloren, sagte Bures. Als 15jähriges Mädchen habe Käthe Sasso sehr viel Mut bewiesen und sei in den Widerstand gegangen, würdigte Christian Rapp, wissenschaftlicher Leiter im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich, die Verstorbene. Ehe sie 1944 ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück deportiert worden war, war Sasso in Gestapo-Gefängnissen in Wien inhaftiert. Dabei wurde sie Zeugin und Leidtragende einer gnadenlosen Nazijustiz, die allein in Österreich an die 1.200 Menschen mit dem Fallbeil hinrichten ließ. In der Nachkriegszeit setzte sich Sasso für die Errichtung einer Gedenkstätte für die ermordeten Widerstandskämpfer ein. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.04.2024, Seite 15, Antifaschismus

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