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Nazi-Opfer in Österreich

Neue Gedenkstätte für Sinti und Roma

Wien. In Österreich wird eine Gedenkstätte für die während der Naziherrschaft ermordeten Sinti und Roma errichtet. Wie der österreichische Nationalfonds für Naziopfer am Donnerstag mitteilte, soll mit der geplanten Gedenkstätte in Wien einer Opfergruppe, »die über Jahrzehnte im öffentlichen Bewusstsein zuwenig sichtbar war«, der »ihr gebührende Platz in der österreichischen Erinnerungskultur« gegeben werden. Die Ausschreibung für die Gestaltung der Gedenkstätte solle im Herbst starten.

Der Vorsitzende des österreichischen Volksgruppenbeirats der Roma, Emmerich Gärtner-Horvath, forderte, die Gedenkstätte müsse »die Verfolgung und Ermordung der Volksgruppe der Roma klar benennen und auch Österreichs Verantwortung offen ansprechen«. Schätzungen zufolge wurden in ganz Europa bis zu 500.000 Angehörige der von den Nazis als »Zigeuner« ausgegrenzten und verfolgten Minderheit getötet. Von den rund 11.000 Sinti und Roma in Österreich überlebten nur zehn Prozent den Zweiten Weltkrieg. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.04.2026, Seite 15, Antifaschismus

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