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Petition für ÖRR-Manifest

Altdorf. Zahlreiche Redakteure von ARD und ZDF haben ein »Manifest für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland« veröffentlicht, in dem sie den Inhalt der Sendungen, die jeden Tag publiziert werden, sowie die Art und Weise, wie die Formate entstehen, angreifen. Publiziert wurde das Manifest auf der Webseite meinungsvielfalt.jetzt, seit dem 31. März kann es als Petition auf der Seite openpetition.de unterzeichnet werden. Das Pamphlet konstatiert eine »Eingrenzung des Debattenraums«. Meinungsmache und Berichterstattung würden zusehends auf eine Weise verschwimmen, »die den Prinzipien eines seriösen Journalismus widerspricht«. »Stimmen, die einen – medial behaupteten – gesellschaftlichen Konsens hinterfragen, werden wahlweise ignoriert, lächerlich gemacht oder gar ausgegrenzt.« »Faktenchecks« suggerierten »vermeintlich absolute Wahrheit, die selten existiert«. Interessenverflechtungen von Politik und Wirtschaft würden zu selten aufgezeigt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.04.2024, Seite 14, Medien

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  • Onlineabonnent*in Wolf-Dietrich H. aus C. 4. Apr. 2024 um 20:37 Uhr
    Zuerst möchte ich Euch danken, dass Ihr überhaupt auf die Petition hinweist. Allerdings hätte es meiner Meinung nach an etwas exponierterer Stelle sein können. Leider verstehe ich aber nicht, dass Ihr dieses wichtige Engagement der Leute mit dem Wort »Pamphlet« belegt. Denn was man in der heutigen Zeit mit diesem Wort verbindet, sollte doch bekannt sein. Ansonsten siehe Wikipedia.
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