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Geschichtspolitik

Vermisster Rebell

Die mexikanische Regierung hat eine Suchaktion nach den Gebeinen eines verschollenen Revolutionärs aus dem 19. Jahrhundert eingeleitet. Der linke Präsident Andrés Manuel López Obrador entsandte diese Woche ein Marineschiff mit 80 unbewaffneten Soldaten zu einer Insel in Panama, um nach den Überresten von Catarino Garza (1859–1895) zu suchen. López Obrador hatte über diesen bereits ein Buch verfasst. Das Schiff verließ die Hafenstadt Veracruz in Richtung Panama. Die Besatzung werde sich an archäologischen Ausgrabungen beteiligen, hieß es in der Genehmigung des Senats. Nachdem sein Aufstand gegen den Diktator Porfirio Díaz gescheitert war, musste Garza ins Exil nach Mittelamerika gehen. Dort engagierte er sich in anderen politischen Kämpfen. Bei dem Sturm auf eine Polizeikaserne wurde er 1895 im heutigen Panama getötet. Garza soll in einem Massengrab auf der Karibikinsel Colón in der Provinz Bocas del Toro beigesetzt worden sein. Angehörige der mehr als 110.000 vermissten Menschen in Mexiko kritisierten die Unternehmung als unverhältnismäßig. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.02.2024, Seite 10, Feuilleton

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