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»Schelm«-Prozess am OLG Sachsen im März

Dresden. Gegen drei mutmaßliche Mitarbeiter des Neonaziverlags »Der Schelm« beginnt vor dem Oberlandesgericht (OLG) Dresden am 14. März ein Prozess wegen massenhafter Verbreitung von Holocaustleugnung und Judenhass. Zwei Männer und eine Frau wurden von der Bundesanwaltschaft unter anderem wegen der Gründung einer kriminellen Vereinigung und Volksverhetzung angeklagt. Das OLG ließ die Anklage nach Angaben vom Mittwoch zu, und eröffnete den Prozess. Die Beschuldigten sollen für den Verlag gearbeitet und am Verkauf von Büchern mit Naziideologie und antisemitischer Hetze beteiligt gewesen sein. Die Angeklagten Enrico B., Matthias B. und Annemarie K. bauten den Untergrundverlag demnach ab 2018 gemeinsam mit einem gesondert verfolgten, aber flüchtigen Mann auf. Dieser gilt als mutmaßlicher Kopf der Gruppe. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.02.2024, Seite 15, Antifaschismus

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