Zum Inhalt der Seite
Berlinale

Ihr auch hier?

Nach Kritik an Einladungen für AfD-Politiker zur Berlinale-Eröffnung hat die Festivalleitung die Hintergründe erklärt und sich gegen »Rechtsextremismus« ausgesprochen. Mitglieder der AfD vertreten zutiefst antidemokratische Positionen, die den Werten der Berlinale und deren Mitarbeitenden widersprechen, heißt es in einem auf englisch verbreiteten Statement der Festivalleitung vom Sonntag. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Berliner Senat hätten Einladungskontingente für die Berlinale erhalten, die an die demokratisch gewählten Mitglieder aller Parteien im Bundestag und im Abgeordnetenhaus vergeben werden. Dennoch seien AfD-Mandatsträger ob ihrer politischen Ansichten auf der Berlinale nicht willkommen. In einem offenen Brief im Internet vom 2. Februar wurde die Rücknahme von zwei Einladungen an AfD-Politiker gefordert. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.02.2024, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!