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Bioindikatoren für Long Covid entdeckt

Zürich. Im Blut von Patienten mit Long Covid finden sich andere Proteine als im Blut von gesunden Menschen. Zu diesem Ergebnis sind Forscher der Universität Zürich gelangt. Bisher konnte für das uneinheitliche Krankheitsbild Long Covid kein eindeutigen Biomarker, der sich leicht messen lässt, identifiziert werden. Wie sie in der Zeitschrift Science berichten, haben die Mediziner um Carlo Cervia-Hasler Blutproben von vollständig genesenen Covid-19-Patienten und von solchen, die noch sechs Monate nach der Infektion unter Long Covid litten, untersucht. Die Auswertungen ergaben, dass bei Long-Covid-Betroffenen die Proteinmischung im Blut verändert ist und sich von der gesunder oder genesener Menschen unterscheidet. Während einige Bestandteile reduziert sind, kommen andere häufiger vor. Auffällig ist demnach unter anderem ein Mangel des Proteins C7, wie Cervia-Hasler und seine Kollegen feststellten. »C7 gehört zum Komplementsystem, das Teil der angeborenen Immunreaktion ist«, erklärten sie. Dieses System ist normalerweise unter anderem dafür zuständig, Krankheitserreger und geschädigte Zellen zu beseitigen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.01.2024, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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