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Zinsausgaben des Bundes fast verdreifacht

Wiesbaden. Höhere Zinsausgaben, teure Energiehilfen und die Kosten für das »Deutschland-Ticket« haben das Defizit des deutschen Staates in den ersten drei Quartalen 2023 anschwellen lassen. Die Ausgaben von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung überstiegen die Einnahmen um 91,5 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Damit fiel das Minus um 25,8 Milliarden Euro höher aus als im Vorjahreszeitraum. »Beim Bund setzte sich der Trend stark gestiegener Zinsaufwände fort«, erklärten die Statistiker. »39,4 Milliarden Euro bedeuten fast dreimal mehr Zinszahlungen als im Vorjahreszeitraum.« Grund dafür ist, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins im Kampf gegen die hohe Inflation auf 4,5 Prozent angehoben hat. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.01.2024, Seite 5, Inland

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