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Fußballrealität

Kinds Missbrauch

Berlin. Das Fanbündnis »Unsere Kurve« fordert eine Wiederholung der Abstimmung über den viel kritisierten Investorendeal der Deutschen Fußball Liga (DFL). Diese dürfe nicht geheim stattfinden, teilte die Organisation mit und begründete ihre Forderung mit dem möglicherweise positiven Abstimmungsverhalten des Geschäftsführers von Hannover 96, Martin Kind.

»Das Zustandekommen des Beschlusses erschüttert den deutschen Fußball in seinen Grundfesten, der 50+1-Regel. Denn allem Anschein nach kamen die benötigten 24 Stimmen für einen Ligainvestor nur zusammen, weil mit Martin Kind ein Klubinvestor entgegen der verbindlichen Weisung des Muttervereins dafür gestimmt hat«, hieß es in einer Mitteilung von »Unsere Kurve«.

Am 11. Dezember stimmten die 36 deutschen Profiklubs über den milliardenschweren Deal ab, der den Verkauf einer prozentualen Beteiligung an den TV-Erlösen an einen strategischen Partner für eine Maximallaufzeit von 20 Jahren ermöglicht. Die nötige Zweidrittelmehrheit war nur knapp zustande gekommen. Der mit Kinds Seite zerstrittene Stammverein von Hannover 96 hatte den 79jährigen angewiesen, gegen den Deal zu stimmen. (dpa/jW

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.12.2023, Seite 16, Sport

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