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Estland: Gedenktafel für Synagoge geschändet

Tartu. Unbekannte haben in Estland die Gedenktafel für die ehemalige Synagoge in der zweitgrößten Stadt Tartu mit einem Hakenkreuz geschändet. Auch die Zahl 88 sei darauf eingeritzt worden, berichteten estnische Medien am Montag. Vertreter der jüdischen Gemeinde des baltischen EU-Landes hatten demnach die Nazisymbolik am Sonntag morgen auf dem Denkmal entdeckt. Die 88 wird von Faschisten häufig als Äquivalent zur Abkürzung »HH« verwendet, es soll für die Losung »Heil Hitler« stehen. Die Synagoge wurde im Zweiten Weltkrieg während der deutschen Besatzung Estlands beschädigt und verschwand später auf Anordnung der sowjetischen Verwaltung aus dem Stadtbild. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.11.2023, Seite 15, Antifaschismus

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