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Frankfurter Buchmesse

Goofy ist das Ding

Um die 215.000 Besucherinnen und Besucher sind in diesem Jahr auf die Frankfurter Buchmesse gekommen. Dabei machte das Privatpublikum (110.000) ein wenig mehr als die Hälfte aus. Wie die Veranstalter zum Abschluss am Sonntag weiter mitteilten, zeigten mehr als 4.000 Aussteller aus 95 Ländern ihre Neuerscheinungen. Die Besucherzahlen waren zwar höher als im vergangenen Jahr, blieben aber noch hinter dem Jahr 2019 zurück, als mehr als 300.000 Literaturinteressierte gekommen waren.

Die aktuelle Ausgabe war die 75. Buchmesse seit dem Zweiten Weltkrieg. Gastland war Slowenien. »Unsere Erfolgsformel lautet: Interesse folgt Relevanz. Die Menschen kommen aus aller Welt hierher, weil sie wissen, dass für ihr eigenes Geschäft die Präsenz in Frankfurt unverzichtbar ist«, erklärte der Direktor der Buchmesse, Juergen Boos, zum Abschluss. »Hinzu kommt die wachsende politische Bedeutung der Frankfurter Buchmesse in Kriegs- und Krisenzeiten, in denen die Verteidigung der Freiheit des Wortes um so wichtiger wird.«

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Abschluss am Sonntag war die Verleihung des Friedenspreises an Salman Rushdie in der Frankfurter Paulskirche. Der Autor rief in seiner Dankesrede dazu auf, die Meinungsfreiheit bedingungslos zu verteidigen. Die Laudatio hielt Autor Daniel Kehlmann, der mit Rushdie befreundet ist.

Ebenfalls am Sonntag wurde erstmals live auf der Messe das Jugendwort des Jahres verkündet. Bei einem Voting des Langenscheidt-Verlags setzte sich das englische Adjektiv »goofy« mit rund 39 Prozent der Stimmen unter den drei Topbegriffen durch. Das Wort bezeichnet eine tollpatschige, alberne Person oder Verhaltensweise. Ein Thema, das auf der diesjährigen Messe im Mittelpunkt stand, war die Auswirkung der künstlichen Intelligenz (KI) auf die Buchbranche. Die nächste Frankfurter Buchmesse findet zwischen dem 16. und dem 20. Oktober 2024 statt. Ehrengast ist dann Italien. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.10.2023, Seite 10, Feuilleton

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