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Literatur

Zeigen und Verbergen

Judith Hermann wird mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2023 ausgezeichnet. Die 53jährige erhält laut Deutschlandfunk Kultur am Dienstag die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre Frankfurter Poetikvorlesungen »Wir hätten uns alles gesagt«. Verliehen wird der von der Stadt Braunschweig und dem Deutschlandfunk gestiftete Preis am 5. November im Kleinen Haus des Braunschweiger Staatstheaters. Hermann gebe in dem Buch, so die Jury, scheinbar Intimstes preis, lasse das Erzählte aber immer wieder ins Imaginäre kippen. So entstehe ein atmosphärisch dichter Schwebezustand, ein beständiger Wechsel zwischen Realität und Fiktion, zwischen Zeigen und Verbergen. Mit dem Preis wird jährlich ein in deutscher Sprache verfasstes Werk ausgezeichnet. Exemplarisch soll damit aber das publizierte literarische Schaffen bis zum Zeitpunkt der Preisverleihung gewürdigt werden. Ein neues Buch muss im Kalenderjahr der Vergabe erschienen sein. Preisträger waren unter anderem Heinz Strunk, Judith Schalansky und zuletzt Jan Faktor. Die Auszeichnung erinnert an den 1910 in Braunschweig gestorbenen Schriftsteller Wilhelm Raabe, einem der bedeutendsten Vertreter des poetischen Realismus. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.09.2023, Seite 11, Feuilleton

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