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Zwanzig Romane haben es auf die Longlist für den Deutschen Buchpreis geschafft. »Unsere Auswahl ist auch in diesem Jahr wieder der Beweis dafür, dass die deutschsprachige Gegenwartsliteratur voller Überraschungen ist«, erklärt Jurysprecherin Katharina Teutsch am Dienstag. Elf Autorinnen und neun Autoren sind mit ihren Werken in der Vorauswahl vertreten. Zu den prominentesten Namen gehören Terézia Mora, die bereits 2013 den Buchpreis gewann und diesmal mit ihrem Roman »Muna oder Die Hälfte des Lebens« dabei ist, oder Georg-Büchner-Preisträger Clemens J. Setz, der sich in »Monde vor der Landung« mit einem fast vergessenen Hohlwelttheoretiker auseinandersetzt.

Teutsch betont, dass die siebenköpfige Jury völlig frei von politischen oder moralischen Ansprüchen an die Arbeit gegangen sei. »Aber am Ende hat sich auf natürliche Weise ein Bild ergeben, das die aktuellen Lebensverhältnisse in Deutschland und die Fragen vieler Menschen an die eigene Herkunft repräsentiert.«

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Insgesamt waren in diesem Jahr 196 Romane von 113 deutschsprachigen Verlagen im Rennen. Aus der 20 Titel umfassenden Longlist wird in den kommenden Wochen die Shortlist mit den sechs besten Romanen gebildet. Diese soll am 19. September veröffentlicht werden. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird bei der Preisverleihung am 16. Oktober – zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse – verkündet.

Der Deutsche Buchpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Branche und wird seit 2005 verliehen. Der Preis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert. Mehrere der aktuell nominierten Romane sind noch nicht erschienen. Ein Taschenbuch mit Textauszügen aller Longlist-Titel ist ab dieser Woche in vielen Buchhandlungen kostenlos erhältlich. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.08.2023, Seite 11, Feuilleton

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