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Lettland: Schwere Verschmutzung der Ostsee

Riga. Aus einer Kläranlage in Lettland sind nach Angaben der Behörden große Mengen schadstoffhaltiger Abfälle in die Ostsee gelangt. Sie teilten am Montag mit, in der Hafenstadt Liepaja seien am Sonntag nach dem Einsturz einer Wand der Anlage mindestens 1.250 Tonnen schwefelhaltiger Schlamm ausgetreten. Es wurden Strände geschlossen und ein Badeverbot erwirkt. Die Umweltschutzbehörde erklärte am Montag, weiterhin würden 400 Tonnen Abfall pro Stunde ins Meer gespült. Liepajas Bürgermeister sagte, man wisse noch nicht, wann eine Reparatur der kaputten Schlammtanks gelingen werde. Der Geschäftsführer der städtischen Wasserversorgung erwähnte, das beschädigte Gebäude sei erst 2009 gebaut worden. Laut Geologin Baiba Grinberga wurde die Recyclinganlage auf bekanntermaßen »instabilem Boden« errichtet, berichtete AFP am Dienstag. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.07.2023, Seite 1, Inland

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