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Schwein gehabt

Die Lage ist kompliziert. Es scheint festzustehen, dass es sich bei der gefährlichen Bestie in Kleinmachnow, an deren Ergreifung sich mehrere tausend Berliner Polizisten und Spezialkräfte beteiligen, nicht um ein Känguru handelt. Ebenso können ein Alligator, ein Tasmanischer Teufel und ein verzwergter Blauwahl ausgeschlossen werden. Auch ein entlaufener, illegal in einer Privatwohnung gehaltener Wolpertinger kommt nicht in Betracht. Seine angestammte Heimat ist und war schon immer Bayern. Daran haben auch die Tierwanderungen infolge der Klimaerhitzung nichts geändert.

Am ehesten handelt es sich wohl um eine seltene Wildschweinkatze. Das teilte die Brandenburger Polizei am Freitag mit. Diesen Verdacht teilen auch kompetente Beobachter aus Kreisen bedeutender Berliner Clans, die in den sozialen Medien alle Idioten davor warnten, auf das verwirre Tier zu schießen. Sie bieten der geschundenen Kreatur Asyl an.

Der Anfangsverdacht, bei dem Wesen könnte es sich um einen Mitglied der Klimakleber von der Letzten Generation oder einer anderen kriminellen Vereinigung handeln, wurde vom Generalbundesanwalt dementiert.

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.07.2023, Seite 10, Feuilleton

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