-
24.04.2023
- → Ausland
Mexiko: Anklage gegen Migrationsamtschef
Mexiko-Stadt. Vier Wochen nach dem Tod von 40 Menschen bei einem Brand in einem Abschiebegefängnis in Mexiko ist ein ranghoher Beamter wegen Totschlags angeklagt worden. Nach Justizangaben wird dem Chef der Einwanderungsbehörde im Bundesstaat Chihuahua in der am Sonnabend (Ortszeit) erhobenen Anklage zudem Körperverletzung und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Er bleibe in Untersuchungshaft. Den Ermittlungen zufolge wurde das Feuer vermutlich durch einen Inhaftierten ausgelöst, der seine Matratze in Brand setzte, um gegen die drohende Abschiebung zu protestieren. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, dass die in dem Lager arbeitenden Beamten den 68 in einer gemeinsamen Zelle eingesperrten Menschen nicht zu Hilfe kamen. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!