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Jenny Erpenbeck erhält Stefan-Heym-Preis

Foto: Susannah V. Vergau/dpa
Ohne Keule: Schriftstellerin Jenny Erpenbeck (2021)

Chemnitz. Die Schriftstellerin Jenny Erpenbeck erhält den diesjährigen Internationalen Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz. In der Begründung des Kuratoriums der Auszeichnung hieß es, im Mittelpunkt der Arbeit Erpenbecks stehe »die kritische Reflexion der gegenwärtigen Gesellschaft in ihren vielfältigen historischen und kulturellen Bezügen«, teilte die Stadt Chemnitz am Mittwoch mit. Dabei instrumentalisiere die Schriftstellerin Literatur nicht als moralische Keule, sondern begreife sie als ein Medium, das dem Leser zu denken gebe. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis soll am 1. April an die gebürtige Berlinerin überreicht werden. Die 55jährige war im Laufe ihrer Karriere auch als Theaterregisseurin in Deutschland und Österreich tätig. Ihren ersten Roman »Geschichte vom alten Kind« veröffentlichte Erpenbeck 1999. Anschließend folgten unter anderem »Heimsuchung« (2008), »Gehen, ging, gegangen« (2015) und »Kairos« (2021). (dpa/jW)

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Erschienen am 19.01.2023, Feuilleton

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