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Museumslandschaft

Herzstück aus Marmor

Das Britische Museum in London verhandelt mit Athen über eine »neue Partnerschaft« hinsichtlich der Parthenon-Marmore. Das bestätigte ein Museumssprecher am Mittwoch auf Anfrage der dpa. Man suche aktiv nach einer Lösung und setze die »kon­struktiven Gespräche« fort, so der Sprecher weiter. Griechenland fordert bereits seit langem die Rückgabe von 17 etwa 2.500 Jahre alten Marmorskulpturen und Teilen eines Reliefs, die einst die Akropolis in Athen schmückten. Sie wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts von dem britischen Diplomaten Thomas Bruce, Earl of Elgin, entfernt und nach Großbritannien gebracht. Griechenland war damals noch Teil des Osmanischen Reichs. Sie werden in Großbritannien daher auch als »Elgin-Marbles« bezeichnet und gelten als eines der Herzstücke der Dauerausstellung im Britischen Museum. Eine vollständige Rückgabe der Kulturgüter lehnt das Museum jedoch bislang ab. Erst am Dienstag hatte es mitgeteilt, man werde die »großartige Sammlung« nicht auseinandernehmen, weil sie »eine einzigartige Geschichte über das uns allen gemeinsame Menschsein erzählt«. Die britische Zeitung The Telegraph hatte zuvor berichtet, ein Teil der Skulpturen könnte im Rahmen eines »kulturellen Austauschs« schon bald an Griechenland zurückgegeben werden. Demnach sei geplant, sie als Dauerleihgabe nach Athen zu überführen. Im Gegenzug sei geplant, dass Griechenland andere antike Kunstschätze an Großbritannien zurückgibt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.01.2023, Seite 11, Feuilleton

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