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Vivantes: Kollegen fordern mehr

Berlin. Im Streit über die Umsetzung der im letzten Jahr erkämpften Tarifverträge für die Vivantes-Tochtergesellschaften haben die Beschäftigten neue Forderungen. In einer Erklärung, die jW vorliegt, stellt die Betriebsversammlung der Vivantes-Töchter fest, dass die Tarifverträge einen Übergang in den TVöD sichern sollten. Aber die praktizierte Umsetzung verwirkliche »weder den Übergang noch das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit«. Im Gegenteil sei durch die Form der Eingruppierung Chaos geschaffen und »die Zersplitterung vergrößert« worden.

Die Erklärung, die jW am Donnerstag erhielt, erinnert an den Beschluss des Abgeordnetenhauses, der sich für den TVöD oder Rückführung ausspricht. »Allein die Geschäftsführung und das Schweigen der Senatoren« seien der Betriebsversammlung zufolge »dafür verantwortlich, dass die Umsetzung nicht stattgefunden hat«. Deshalb fordert sie die Tarifkommission und Verdi auf, »Nachverhandlungen mit dem eigentlichen Arbeitgeber einzufordern«. Die Beschäftigten wollen die sofortige Übertragung des Abschlusses der TVöD-Runde für die Töchter »und nicht wie vorgesehen ein Jahr später«. Als zweiten Schritt soll der Eigentümer die Töchter in Vivantes integrieren. Die Forderungen wurden an die Belegschaft, die Geschäftsführungen der Vivantes GmbH und deren Töchter sowie an die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus gesendet. (jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2022, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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