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Innenminister: Wandel in Rechtsrockszene

Erfurt. Die Rechtsrockszene in Thüringen rückt ab von großen Festivals und konzentriert sich mehr auf sogenannte Liederabende. Davon zumindest hat sich Innenminister Georg Maier (SPD) am Montag überzeugt gezeigt. »Offensichtlich funktioniert das Geschäftsmodell mit Rechtsrockfestivals nicht mehr«, sagte Maier der dpa. Obwohl es in diesem Jahr keine pandemiebedingten Auflagen mehr gegeben habe, blieben größere Veranstaltungen aus. Dem Minister zufolge zeigt auch die Zerschlagung der Neonazigang »Turonen« Wirkung, einer der maßgeblichen Organisatoren von Rechtsrockkonzerten in Thüringen. Maiers Aussage, dass sich das Geschäft mit größeren Events offenbar nicht mehr lohne, widersprach die Linke-Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss. Die Fraktionssprecherin für Antifaschismus verwies am Montag auf die Ansiedlung mehrerer rechter Versandshops. Auch fänden weiterhin Neonazikonzerte statt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.11.2022, Seite 15, Antifaschismus

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