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Kulturpolitik

Warm anziehen

Weil man das Gas nicht mehr beim Russen kauft, muss nun auch die Kultur winterfest werden: Kultureinrichtungen sollen Notfallpläne zu erarbeiten und signifikant bei Gas und Strom sparen. Das geht aus einer Liste von Empfehlungen von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) und ihren Länderkollegen hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Genaue Vorgaben, wie viel gespart werden soll, werden darin nicht gemacht.

Wenn es zu einer erheblichen Störung der Gasversorgung kommen sollte, könnte die Regierung die Notfallstufe ausrufen. Die für Kultur zuständigen Ministerinnen und Minister appellierten an die Bundesnetzagentur, im Falle der Gasnotlage solche Kultureinrichtungen zu priorisieren, »die Kulturgut von großer Bedeutung für das kulturelle Erbe bewahren und die aus konservatorischen Gründen zur Abwendung von Schäden auf die stabile und ausreichende Energieversorgung angewiesen sind«.

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In Museen beispielsweise müssen mitunter klimatische Anforderungen sichergestellt sein, um Schäden wie Schimmelbildung zu verhindern. Kultureinrichtungen und deren Trägern wird »dringend empfohlen, zeitnah Maßnahmen des Risikomanagements und der Notfallplanung zu ergreifen«, heißt es in dem Papier. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.09.2022, Seite 11, Feuilleton

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