Zum Inhalt der Seite

Daten auf Vorrat: Faeser für mehr Überwachung

Berlin. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat eine schnelle Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung gefordert. Als Vorwand für diese von Bürgerrechtsorganisationen kritisierte Überwachungsmaßnahme führte die Ministerin gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit (Mittwoch) die Bekämpfung von sexualisierter Gewalt gegen Kinder an. Die gesetzliche Vorgabe für Anbieter von Telekommunikationsdiensten, für Ermittlungszwecke sämtliche Standort-, Kommunikations- und Verbindungsdaten zu speichern, ist in Deutschland wegen mehrerer Klagen ausgesetzt. Am 20. September wird eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur deutschen Regelung erwartet. (AFP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 08.09.2022, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!