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»Reichensteuer«: Lindner will keine Änderung

Berlin. Finanzminister Christian Lindner (FDP) hat seine Pläne zum Abbau der sogenannten kalten Progression in der Einkommenssteuer gegen Kritik der Koalitionspartner SPD und Grüne verteidigt. Zugleich kündigte der FDP-Chef an, den Grenzwert für den Höchstsatz der Einkommenssteuer unverändert lassen zu wollen. »Im Unterschied zu meinem sozialdemokratischen Vorgänger würde ich den Eckwert der Reichensteuer nicht verschieben«, sagte Lindner dem Handelsblatt. Die sogenannte Reichensteuer von 45 Prozent greift aktuell ab einem zu versteuernden Einkommen von knapp 278.000 Euro. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) bezeichnete es als »skandalös, dass Finanzminister Christian Lindner sich konsequent weigert, Menschen mit sehr hohem Einkommen stärker zur Kasse zu bitten, um die zwingend notwendigen Entlastungen für ärmere Menschen zu finanzieren«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.08.2022, Seite 1, Inland

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