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Jugendschutz

Viel zu nackt

Apple macht seine neuen Jugendschutzfunktionen, zu denen auch Warnmeldungen bei Nacktfotos gehören, erstmals auch in Deutschland verfügbar. Zunächst können darauf allerdings nur Nutzer der am Mittwoch für Entwickler bereitgestellten Betatestversionen der neuen Betriebssysteme für I-Phone, I-Pad und Mac-Computer zurückgreifen. Für alle dürften sie erst im Herbst nutzbar werden. Die Nacktfotoerkennung funktioniert nur in Apples Chatapp Messages und muss zunächst von den Eltern aktiviert werden. Wenn Jugendliche dann ein Nacktfoto erhalten, wird dieses zunächst unkenntlich gemacht, und sie werden gefragt, ob sie es sich tatsächlich ansehen wollen. Zu den angebotenen Optionen gehört dann unter anderem, etwa die Eltern zu kontaktieren und den Kontakt, von dem das Foto kam, zu blockieren. Auch beim Versuch, ein Nacktfoto zu verschicken, taucht zunächst eine Warnmeldung auf. Apple betont, dass Nacktheit in den Fotos ausschließlich von Software auf dem Gerät erkannt werde, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Inhalte erhalten bleibe und der Konzern keinen Zugriff darauf bekomme. Auch erfahre Apple nichts davon, wenn Software ein Nacktfoto auf einem Gerät identifiziere. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2022, Seite 10, Feuilleton

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