-
27.06.2022
- → Ausland
Athen gibt russischen Tanker frei
Athen. Griechenland hat einen im April beschlagnahmten russischen Tanker mit iranischem Öl freigegeben, dessen Festsetzung zu schweren diplomatischen Verwicklungen geführt hatte. Der Tanker dürfe wieder in See stechen, hieß es am Sonntag von seiten der griechischen Hafenpolizei. Das Schiff war im Zusammenhang mit den gegen Russland wegen des Angriffskriegs in der Ukraine verhängten EU-Sanktionen beschlagnahmt worden. An Bord des Tankers waren 115.000 Tonnen iranisches Öl. Auf Ersuchen Washingtons sollte das Öl in die USA gebracht werden. Anfang Juni entschied aber ein griechisches Regionalgericht, dass das beschlagnahmte Öl an den Iran zurückgegeben werden müsse. Die Führung in Teheran hatte das Vorgehen Griechenlands scharf kritisiert und von »internationalem Raub« gesprochen. Zudem setzten die iranischen »Revolutionsgarden« ihrerseits im Persischen Golf zwei griechische Öltanker fest. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!